Überraschungsinterview mit mir selbst

Ich sitze in der Deutschen Botschaft, um einen so genannten konsularischen Dienst in Anspruch zu nehmen. Der relativ kleine Raum ist gerammelt voll. Die meisten der Wartenden sind Kenianer, Männer, meist mittleren Alters, in dunklen Anzügen in Krawatten. Der neben mir, auch im dunklen Anzug und Krawatte, fragt mich, ob ich Deutscher bin. Als ich bejahe, stellt er mir fünf Fragen.

1) Ich reise nächste Woche (April) für einen Workshop nach Deutschland, genauer gesagt nach Berlin. Wie ist das Wetter, soll ich warme Sachen mitnehmen?

2) Gibt es in Deutschland auch Korruption? Wie ist eigentlich die Sache mit unserem Präsidenten Wulff ausgegangen?

3) Wo landet man eigentlich jetzt in Berlin? Ich habe gehört, wir hätten da Probleme mit dem neuen Flughafen.

4) Wie sind die deutschen Frauen? Ich hätte nämlich gerne eine.

5) Was kosten Klamotten in Berlin, und wo kann man gut und günstig einkaufen?

Dann steht er auf, um jemanden zu begrüßen. Zuvor gibt er mir aber noch seine Visitenkarte. Er ist kenianischer Abgeordneter.

Möchte ihm jemand antworten?

 

1 Gedanke zu “Überraschungsinterview mit mir selbst

  1. 1. Die NY Times sagt, Berlin sei nicht mehr cool. Daher besser luftig kleiden.
    2. Korruption? Im Fußball ist alles schlimmer als im Bellevue.
    3. TXL, alt, bewährt, gut.
    4. Super drauf!
    5. im Internet

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