Es ist Zeit „goodbye“ zu sagen – Ein offener Berief (1)

Naivasha - Kenia

Naivasha – Kenia

Hallo meine liebe Weggefährtin,

es ist aus und vorbei! Mein FL-Dasein geht nach sechs Monaten zu Ende. Das als Anlass nehmend ist es nun auch an der Zeit, dir Adieu zu sagen. Abschied zu nehmen. Von dir. Von unserer Beziehung. Von den vielen Auf und Abs. Adieu sagen für immer. Verstehen wirst du es sicherlich nicht. Die Aufs magst du nur sehen. Nicht die Abs. Sicherlich meinst du mich zu

hören. Ein Echo deiner Wünsche, deiner Träume. Zwingen will auch mich die Macht der Gewohnheit. Die Gewöhnung an dich. Die Gewöhnung an uns. Sie will das ich dir sage

http://youtu.be/59MN-CX_rMQ

Vieles wirst du heute von mir hören und lesen. DAS aber nicht. Auch wenn mein Unterbewusstsein mir Streiche spielt. Versucht zu verstecken was es abzureißen gilt. Brücken. Brücken, die zu dir, in deine warmen und gewohnten Armen zurückführen. Verstecken will es sie in der Hoffnung, dass ich eines Tages durch die Irrungen und Wirrungen des Lebens sie wiederfinde und darauf schlendernd wieder zu dir zurückfinde.

Diese Hoffnung kann ich dir aber nicht geben. Dafür ist viel, viel zu viel passiert.

Mein Leben. Das hast du in den letzten drei Jahrzehnten wie keine andere Frau beeinflusst. Es maßgeblich verändert. Nicht selten hast du mir schlaflose Nächte beschert. Mich zweifeln lassen. An mir selbst. An meinem Vater, meine Großväter, Urgroßväter. An meine Vorfahren. Zweifeln an einer 7000-jährigen Geschichte. An Darius und Kurosch. Nicht selten ließ ich in diesen bitteren Nächten meine Gedanken mit der Idee versüßen wie schön es wäre, wenn ich alle Erinnerungen an uns wie in dem Film „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ aus meinem Gedächtnis hätte löschen können.

http://youtu.be/lnSgSe2GzDc

Heute weiß ich, dass es keine zartbittere Schokolade war, die ich essen wollte. Instinktiv schien ich zu wissen: So verführerisch deine Gedanken auch waren, sie waren wie Äpfel, die beinah zu meiner Vertreibung aus dem Paradies geführt hätten.

In den letzten sechs Monaten, übrigens eine Zeit, die ohne dich nie möglich wäre, hatte ich viel Zeit über uns, über dich und mich, über den langen Weg, den wir gemeinsam gelaufen, gejoggt und vor allem geflogen sind, über den Weg, der paradoxer Weise am Ende zu unserer Trennung führte, nachzudenken. Wusstest du, dass unsere Beziehung sich in drei Phasen teilen lässt? Unsere Zeit vor unserer gemeinsamen Zeit. Unsere gemeinsame Zeit und die Zeit, die noch kommen wird?

Unsere Beziehung begann schon lange bevor in unseren Eltern der Wunsch wuchs, ihre Leben mit uns zu bereichern. Und viel viel länger bevor unsere Urgroßeltern den gleichen Wunsch verspürten. Der Boden in dem dieSaat unserer Beziehung gesät wurde, wurde von Adam und Eva bestellt. Aber gerade als sie sich trafen, trennten sie sich auch wieder. Ihre Geschichten gingen auseinander, um sich wieder zu treffen.

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