Blog-Jubiläum vergessen (fast)

Schon vergangenes Jahr ist es uns durch die Lappen gegangen: Das Jubiläum zur Blog-Gründung. Und dieses Jahr auch, jedenfalls fast. Noch einigermaßen im Rahmen des Rechtzeitigen fiel mir eben auf, dass Markus aus Moskau und ich am 23.10.2009 dieses Blog eröffnet haben.

Alles begann mit der Idee einer gemeinsamen Freundin, wir seien doch nun beide Firstladies und könnten doch darüber schreiben. Da Schreiben ohnehin etwas ist, das wir gerne tun, war es nicht schwer uns, zu überzeugen. Also begannen wir mit dem Blog, das ursprünglich als Briefwechsel gedacht war, zwischen Moskau und Accra, woraus später Nairobi wurde.

Obwohl wir sicher nicht zu den fleißigsten Bloggern aller Zeiten gehören, kamen im Lauf der Zeit doch 106 Blog-Beiträge zusammen. Die meisten davon haben wir Kategorien zugeordnet. Das erwähne ich nur, um auch einmal zu sagen, in welcher Kategorie wir am meisten gebloggt haben, nämlich Essen & Trinken.

In der Kategorie „Essen & Trinken“ findet sich auch der Beitrag mit den meisten Kommentaren. Es war – Trommelwirbel – Der Nutella-Faktor, zu dem es immerhin zehn Kommentare gab. Der Zweitplatzierte ist im Moment „Der weiße Masai“ mit sieben Kommentaren.

Warum machen wir das eigentlich? Darauf antworte ich schnell: Warum nicht? Wir werden nicht dafür bezahlt. Es kostet eine Menge Zeit. Und wenn schon. Mir persönlich geht es so: Wenn ich den Eindruck habe, es macht irgendjemandem Spaß die Texte zu lesen, dann ist das eigentlich schon gut genug.

Außerdem motiviert es mich auch, ein paar Dinge aufzuschreiben, die ich sonst nicht schreiben und damit wahrscheinlich vergessen würde. Und schließlich: Schreiben war für mich nie unangenehme Pflicht, sondern immer etwas, auf das ich mich freute.

Aufs Lesen auch. Seit einigen Tagen gehe ich die alten Beiträge durch und freue mich daran, sie wieder zu lesen. Es ist nicht nur Zeit vergangen, sondern auch eine Menge passiert in dieser Zeit. Markus ist nach Moskau gezogen, und ich habe es mit zwei Ländern probiert, erst Ghana, dann Kenia.

Uns sind Bäume aufs Dach gefallen,

die Elektrik ist uns um die Ohren geflogen,

die Polizei wollte uns ans Geld,

wir traten in russischen Kriegsfilmen auf

und spielten auf Märkten Tiere vor, weil wir die russischen Bezeichnungen nicht kannten.

Wir möchten nichts davon versäumt haben. Darum freuen wir uns auf ein weiteres Jahr bloggen, und hoffen, Ihr bleibt uns gewogen.

Viele Grüße aus Moskau und Nairobi

von Markus und Michael

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